Donnerstag, 30. Juni 2016

Mein Shoptest: World of Sweets

Süßigkeiten testen? Yeah!
Ihr werdet auch denken, boah, erst will se mit Detlef D. Soost dünn werden und dann mampft se Süßkram bis zum erbrechen.

Hahaha, nein ganz so ist es auch wieder nicht.
Ich habe vor allem den Shop unter die Lupe genommen, den Candytest hat dann Louisa gemacht in ihrem Youtube-Kanal.

Ich bedanke mich bei Konsumgöttinen für den Rabattcoupon von 30% für Wold of Sweets, aber uuups, ich hatte trotzdem noch eine ganz schön hohe Rechnung, weil ich natürlich dann gleich Nägel mit Köpfen gemacht habe.

Als erstes habe ich für die Einschulung und Schultüte geshoppt,  dafür gibt es sogar eine eigene Unterkategorie. So gab es Buchstabenschokolade und Dextro extra für den Schulstart oder eine Schokolinsenpackung in Stiftform, die sogar ein Buntstift ist und malt.
Die Schokocomputermaus ist für louisa, weil die sich ne Maus für ihr Notebook wünscht, okay eine echte bekommt sie dann auch noch.






 Die nächsten Dinge die ich in den Einkaufswagen gepackt habe sind so kleine lustige Süßigkeiten, die man gut verschenken kann, zB die Trostpflasterschoki zur Aufmunterung, oder das "Mumien-Stop Frischhaltemittel" zum nächsten Geburtstag.







Die Sachen die es auch ganz normal, ohne große Sucherei im Einzelhandel gibt sind eigentlich nicht günstiger, wenn man bedenkt, dass man auch noch Porto zahlt, dafür finde ich den Shop weniger geeignet.


 Aber jetzt kommt der Clou, warum ich mich auch für diesen Shoptest erst beworben habe. Louisa wollte für ihren Youtubekanal eine Candychallange machen und dieser Weg erschien mir am einfachsten für sie ausländische Sweets zu besorgen, in dem Fall welche aus den USA. Dies ist leider keine extra Kategorie und ich gab im Suchfeld entsprechende Anfragen ein.
Der Geschmackstest kommt am Ende dieses Posts.





Was ich unbedingt probieren wollte war die "Crashbox" Diese gibt es in unterschiedlichen Werten, also den ursprünglichen Preisen - für die 20 Eurobox habe ich €9,99 gezahlt.
Und auf dem Bild seht ihr was drinnen war.
Allerdings war alles sehr liebevoll verpackt, dass es keinen Bruchschaden beim Transport gibt und die Verpackung war genau dem Volumen des Inhalts angepasst, nicht so wie auf meinem Bild nach dem neugierigen ersten aufpacken und sich durchs Zuckerparadies wühlen.


Jetzt schauen wir uns mal den Inhalt der Crashbox an. (Beschreibung auf der Seite: "Überraschungspaket mit B-Ware (Bruch, MHD, beschädigte Verpackung etc.) und Sonderposten, deren regulärer Kaufpreis mindestens 20,- EUR beträgt")
Ich hatte mit mehr Artikeln gerechnet, die kleine Schäden haben, entweder an der Verpackung oder selbst zB zerbrochen sind. Dies war aber nur bei den Zuckerstangen der Fall, der Rest war entweder Saisonware, wie die Osterartikel, oder die EM-Schokoküsse, der Rest war haarscharf am Verfallsdatum, oder ein Artikel sogar schon drüber.
Natürlich kaufe ich auch gerne im Supermarkt Ware nahe am Verfallsdatum zum günstigen Preis, doch gezielt und natürlich nicht in großen Mengen, da es sich ja sowieso nicht aufhebt.
Die Boxen gibt es gerade auch nicht, wahrscheinlich haben sich alle Shoptesterinnen darauf gestürzt, hahaha, dann ist dort wenigstens mal aufgeräumt in den Regalen ;-)

Viele Produkte sind auch nur in geringen Mengen vorhanden, da kommt der Shop schnell an seine Grenzen, wenn jemand so ne Megabestellung von Trostpflasterschokolade macht, aber auch besser als dann wieder viel Ware die dann abgelaufen ist, weil sie im Lager auf Besteller warten musste.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass das Bestellen sehr einfach war und auch die Kommunikation per Mail war lückenlos inkl. Versandankündigung und Paketverfolgung.
Wenn man etwas bestimmtes oder auch ausgefallenes sucht wie zB die Schokoladen Computermaus oder eine Ladung amerikanischer Süßigkeiten, dann finde ich den Shop super, meine 0 8 15 Süßigkeiten werde ich nach wie vor beim Discounter um die Ecke je nach Zuckerspiegel kaufen.

Jetzt schaut euch aber mal an wie Louisa die extrem süßen Candys aus den USA geschmeckt haben, wobei, eine Sache war da eher sehr ......





Dieser Post enthält einen Werbelink zu dem Shop und wurde mit einem 30% Rabattcoupon unterstützt

Dienstag, 28. Juni 2016

Gastblogger Antje

Ich freue mich immer wenn ich Texte von Gastbloggern veröffentlichen darf.
Antjes Geschichte kommt mir in vielen Bereichen so bekannt vor und fühle mich gleich wieder zu Jolinas Geburt zurück versetzt.
Danke Antje für den Einblick ganz ohne Glitzer und Regenbogen, aber ganz viel Sonne am Ende.





Ich glaube, meine Frauenärztin fragte uns mal, ob wir gewisse Tests machen wollen. Kann sein. Ich glaube, Guido und ich haben mal darüber geredet, ob oder ob nicht. Aber uns war relativ schnell klar, dass wir nicht wollen. Warum auch? Ich war frische 27 Jahre alt, in unseren Familien gibt es keine besonderen Erkrankungen und außerdem wird so oder so nichts sein. Und wenn doch? Hmm… ich glaube wir waren uns damals schon relativ sicher, dass wir unser Kind so oder so nehmen. War ich das? Ich glaube so sicher wie heute, war ich mir damals nicht. Ich weiß es nicht mehr. Aber Tests wollten wir keine.

Wir erwarteten unser erstes gemeinsames Kind. Ausgerechnet war unsere Tochter am 4.5.2013. Die Schwangerschaft war wunderbar, leider verlief sie nicht ganz ohne Probleme. In der 18. Schwangerschaftswoche bekam ich Blutungen und musste 2 Wochen in der Klinik liegen. Wir machten uns große Sorgen, da man nicht wusste, woher die Blutungen kamen und wie und ob die Schwangerschaft weiter verläuft. Daher bekam ich fast täglich einen Ultraschall, um zu schauen, ob das Herzchen noch schlägt. Es schlug. Und es schlug weiter. Gott sei Dank J
Die Pränataldiagnostik unten in der Klinik war riesig, fand ich. Tolle Geräte, neue Geräte, top Ausstattung. Das kleine Würmchen in mir wurde mal so richtig unter die Lupe genommen und was man da schon alles sehen konnte! Organe, Größe, alles da und an der richtigen Stelle. Die Blutungen dauerten noch zwei Wochen, aber das war auch das einzige was die Ärzte zu „bemängeln“ hatten. Irgendwann hörten die Blutungen  auf und ich durfte nach Hause. Tja, man sieht eben nicht alles. Gott sei  Dank? Heute sage ich ja.

Der Rest der Schwangerschaft verlief problemlos. Je näher der Termin rückte, desto aufgeregter wurde ich. Der Entbindungstermin kam und unsere Tochter nicht. 3 Tage später dann endlich bekam ich mittags regelmäßige Wehen im Abstand von 5 min. Meine Frauenärztin schickte mich direkt ins Krankenhaus. Die Geburt verlief leider nicht so, wie ich es mir gewünscht hatte. Leider musste unsere Tochter nach über 12 Stunden per Kaiserschnitt geholte werden, da die Herztöne schlechter wurden und sie  sich einfach nicht richtig drehte. Am 7.5. um 00:47 Uhr erblickte Emma Lotta das Licht der Welt.

Emmas Papa sah sie zuerst. Er erzählte mir später, dass er es direkt wusste. Er wusste, dass etwas nicht stimmte. Er sah es an den Blicken der Hebammen, der Ärzte, der Dauer der Erstuntersuchung und am Getuschel. Aber sie sagten nichts. Erstmal.
Als Guido mir unsere Tochter brachte, spürte ich es auch. Irgendwas stimmte nicht. Ich hatte mir das alles irgendwie anders vorgestellt. Der erste Moment, wenn man sein Kind im Arm hält musste doch etwas besonderes sein, ein unglaublich fröhlicher und ergreifender Moment. Irgendwie war es aber anders. Ich kann es schwer beschreiben. Ich glaube, ich war irritiert. Ich habe sie mir anders vorgestellt. Sie war süß, ja. Sah aus wie ein kleines Püppchen. Ich erinnere mich daran, dass die Hebamme sagte: „Sie sieht aus wie eine Puppe. Sowas habe ich noch nicht gesehen. Ein richtiges Püppchen.“
Die ersten Stunden verbrachten wir zu dritt im Zimmer. Ich erinnere mich nicht mehr daran, was wir genau gemacht haben. Haben wir uns unterhalten? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass  irgendwann eine Ärztin ins Zimmer kam und sagte, dass es bei der Erstuntersuchung Auffälligkeiten gegeben habe. Bähm! Da war es. Es gäbe Anzeichen dafür, dass Emma das Down Syndrom haben könnte.
Könnte.
 Ich bin mir ziemlich sicher, dass es die Ärztin damals schon wusste. Wenn ich mir heute die Bilder von damals anschaue, weiß ich es auch.
Ein Schnelltest wurde angeordnet. Am nächsten Tag sollten wir das Ergebnis bekommen. Für mich tat sich der Boden auf und ich fiel in ein tiefes Loch. So muss es sich also anfühlen, wenn für jemanden die ganze Welt zusammenbricht.

Guido verbrachte die erste Nacht mit Emma und mir im Elternzimmer. Für uns war es eine schreckliche Nacht. Wir weinten, sprachen nicht viel, aber zückten unsere Handys und „googelten“.
Down Syndrom. Was ist das genau? Woran erkenne ich es? Und Emma lag die ganze Zeit neben uns im kleinen Bettchen, so brav und still und nichtwissend, welche Qualen und Ängste ihre Eltern ertragen mussten und sie im Grunde nicht ertragen konnten. Zumindest für mich war in diesem Moment  „das Leben vorbei“. Wahrscheinlich dachte sich Emma schon damals:“ Ihr werdet schon noch sehen. Schon bald werdet ihr wissen, was für ein Glück ihr eigentlich habt.“ ;-).
Wie Recht sie damit hatte.

Guido und ich verglichen die ganze Nacht hindurch. Wie eine Strichliste. Das hat sie, das hat sie nicht… und wir kamen irgendwann zum Ergebnis, dass es schon irgendwie so aussah als ob es stimmte, es aber nicht stimmen konnte und es deswegen auch nicht sein konnte.
Am nächsten Tag kam die Ärztin und bestätigte den Verdacht. Wo andere Menschen nur 46 Chromosomen haben, hat Emma 47. Trisomie 21, Down Syndrom eben. In Emmas Fall, wie wir später untersuchen ließen, eine Translokationstrisomie. Eine oft erbliche Form der Trisomie 21.
Ich erinnere mich noch genau daran, welche Gedanken ich damals hatte: Verlässt mein Mann mich jetzt? Wie sagst du es Familie und Freunde? Wie kann ich es überhaupt jemandem sagen? Muss ich jetzt wirklich mein ganzes Leben mit einem behinderten Kind leben?
Klar war, dass meine Freundinnen Emma und mich besuchen wollten und ich nicht wusste, wie und was ich jetzt sagen und tun musste.

Dann ging alles ganz schnell. Aufgrund einer weiteren Routineuntersuchung wurde festgestellt, dass Emmas Sauerstoffsättigung nicht stimmte. Sie war unterversorgt. Verdacht auf einen Herzfehler. Ein Rettungswagen kam, Emma wurde mir noch kurz im Inkubator mit Schläuchen und Kabeln gezeigt, dann war sie weg. Gesehen habe ich sie erst 3 Tage später wieder in der Kinderherzklinik in Sankt Augustin.
Zwischenzeitlich aber kamen meine Freundinnen und Emma war schon nicht mehr da. Was ich tat? In meiner Not schrieb ich einer meiner Freundinnen einfach eine SMS: „Emma ist übrigens verlegt. Sie hat wohl einen Herzfehler und das Down Syndrom. Bis gleich“. – oder so ähnlich. Verrückt? Irgendwie ja.  Irgendwie war damals alles verrückt.

Und dann geschah dass, was alles irgendwie veränderte. Meine Freundinnen kamen ins Zimmer rein, mit Blumenstrauß und Geschenk bepackt und gratulierten mir! Sie gratulierten mir zur Geburt unserer Tochter. Danke dafür! Für einen kurzen Moment war alles so normal und Recht hatten sie.
Meiner  Mutter sagte ich es schon einen Tag vorher am Telefon. Da wussten wir noch nicht, ob es sich bestätigen würde. Als die Diagnose dann feststand, sagte sie zu mir: Sie ist unsere Enkeltochter, wir lieben sie, so oder so. Mein Papa verlor eine Woche seine Stimme und danach war auch für ihn alles gut ;-) Heute sind Emma und Opa unzertrennlich. Sie haben eine ganz besondere Beziehung. Momentan ist Emma ein richtiges „Opakind“

Mit 5 Monaten wurde Emma am Herzen operiert. Sie hat alles gut überstanden. Mittlerweile ist sie 2 ½ Jahre alt und stolze große Schwester eines 9 Monate alten Bruders, Emil.
Wenn ich an Emmas Geburt zurückdenke, dann kommen mir jedes Mal die Tränen. Ich erinnere mich daran, wie schrecklich damals alles für mich war und ich denke darüber nach, wie unsinnig meine Ängste damals waren.  Man hat Angst vor dem, was man nicht kennt. Man hat Angst vor dem Unbekannten. Und das kennen wir aus mehreren Bereichen unseres Lebens. Heute habe ich keine Angst mehr, vor dem was kommen mag. Als ich mit unserem zweiten Kind schwanger wurde, war uns schnell klar, dass wir wieder keine weiteren Untersuchungen machen würden. Es hätte nichts geändert. Und Angst hatten wir auch keine.



Danke Emma, dass du uns so viel gelehrt hast. Dein Papa und ich sind sehr stolz auf dich und unglaublich glücklich darüber, dass du uns als Eltern ausgesucht hast und keine anderen. Uns wäre so viel Schönes entgangen. Hätte ich damals weniger über mich nachgedacht und hätte mir dich mehr angeschaut, hätte ich wohl gesehen, wie glücklich du damals schon warst und wie glücklich ich damals schon hätte sein können.

Was ich heute weiß ist, dass Gesundheit zwar wichtig, aber nicht zwingend notwendig ist um glücklich zu sein. Wenn ich heute meine Tochter anschaue, empfinde ich genau diese unbeschreibliche Liebe, die ich damals kurz nach der Geburt vermisst habe. 

Text und Fotos: Antje Benner

Montag, 27. Juni 2016

Heute war Jolinas privater Schulschnuppertag

Ich bekomme immer wieder Fragen, wie es denn jetzt mit Jolinas Einschulung aussieht.
Natürlich kann ich Euch immer nur so viel berichten wie sich gerade Neues ergeben hat und möchte auch nicht von noch laufenden Prozessen erzählen, aber jetzt haben wir einen Riesenschritt nach vorne gemacht auf dem Weg: "Jolina wird Schulkind"


Die Schule an die Jolina gehen wird steht schon lange für uns fest. Es wird die Grundschule in Rüdesheim (nicht das am Rhein), denn dies ist eine Schule die schon sehr lange als Schwerpunktschule arbeitet (seit Sommer 2002) und nicht mehr rumprobieren muss wie das mit I-Kindern läuft, sondern hier schon ein wundervoll eingespieltes Team sind.

Schwerpunktschulen gibt es in RheinlandPfalz schon seit 2001, also sind wir hier schon recht weit in Sachen Inklusion und ich kopiere einfach mal was eine Schwerpunktschule überhaupt ist: "Schwerpunktschulen sind allgemeine Schulen (Grundschulen und weiterführende Schulen der Sekundarstufe), an denen Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen im inklusiven Unterricht zieldifferent und zielgleich gefördert werden. Hierzu erhalten Schwerpunktschulen zusätzliche Lehrkräfte (Förderschullehrkräfte und pädagogische Fachkräfte), welche gemeinsam mit den Regelschullehrkräften inklusiven Unterricht organisieren, von dem alle Kinder und Jugendlichen profitieren. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten am gleichen Thema, der Unterrichtsstoff wird dabei auf die Fähigkeiten und den individuellen Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen abgestimmt. Schwerpunktschulen können von Schülerinnen und Schülern mit allen Förderschwerpunkten besucht werden.
An Schwerpunktschulen können Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Abschlüsse der Regelschule (z.B. Abschluss der Berufsreife und Qualifizierter Sekundarabschluss I) und die Förderschulabschlüsse erwerben.
Schwerpunktschulen entwickeln ein schuleigenes Konzept zur individuellen Förderung eines jeden Kindes und Jugendlichen. Als pädagogische Leitlinien gelten dabei folgende Grundsätze: 
  • Alle Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, im eigenen Lerntempo Lerninhalte zu bewältigen und individuelle Lernziele anzustreben. Sie leben und lernen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, die sonderpädagogischen Förderbedarf haben.
  • Der Unterricht zielt darauf, durch sonderpädagogische und individuelle Hilfen eine den persönlichen Möglichkeiten entsprechende schulische Bildung zu verwirklichen.
  • Der Unterricht ist – wenn erforderlich – zieldifferent.
  • Der Unterricht orientiert sich an den Lernzielen der verschiedenen sonderpädagogischen Förderschwerpunkte und ermöglicht Schulabschlüsse, die den individuellen Möglichkeiten entsprechen.
  • Als Grundlage der Förderung werden für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf individuelle Förderpläne erstellt."
Dies ist mit einer der Gründe warum Jolina diese Schule besuchen wird und nicht hier im Ort an einer  ebenfalls ganz tollen Grundschule unterrichtet wird. Zusätzlich war Jolina leider nicht hier im Kindergarten und kennt die Kinder aus dem Ort nur ein klein wenig vom Kinderturnen, somit startet sie sowieso unter komplett neuen Kindern und deshalb dann die Entscheidung für die Schule, an der es eher normal ist ein bisschen anders zu sein.
Davon konnte ich mich auch heute morgen überzeugen, doch immer der Reihe nach.



Bevor Jolina heute Morgen freudig mit ihrer gepackten Tasche vor der Tür stand lagen noch ein paar kleine Hürden.
Da Jolina ja immer den Vorschulunterricht in ihrem Kindergarten verpasst, weil sie da im PEp in Mainz ist, war sie auch nicht mit in der Schule schnuppern, der Schnuppertag in Rüdesheim war ebenfalls schon vorbei und so musste Jolina alleine die Schule kennen lernen, nur der Termin fehlte noch.
Vor 2 Wochen war nun Teilhabekonferenz beim Sozialamt, dort wird zusammen mit der Schulärztin, dem Sachbearbeiter des Sozialamtes und der Schulleitung beschlossen welche Unterstützung, bzw wie viel Unterstützungszeit genehmigt wird.
Jolina wird 100% durch eine I-Helferin unterstützt werden, d.h. die Dame wird sie in der Schule am Bus in Empfang nehmen, den Vormittag an ihrer Seite sein und sie dann Mittags wieder in den Bus nach Hause setzen.
Zuerst schlug die Schulärtztin vor, dass sie auch eine Begleitung im Bus bräuchte, doch bisher fährt sie auch unter alleiniger Aufsicht der Fahrerin in den Kiga und wir wollen es erst mal so probieren, denn die I-Kraft hatte man schon in der Hinterhand und die Fahrt hätte dann wohl einige Umplanung bedeutet.
Da ich an dem Tag mit Jolina Termine hatte war der Papa bei dem Gespräch und hat sich den Namen der Dame die sie künftig unterstützen wird nicht gemerkt.

Dann rief mich letzte Woche die neue Förderlehrerin von Jolina an und wir vereinbarten einen Termin, damit Jolina die Schule kennen lernt und auch ihre Lehrerinnen.



Wenn man Jolina bisher fragte, ob sie künftig ein Schulkind sei und ob sie sich auf die Schule freue verneinte sie immer. Doch heute Morgen war sie total aufgekratzt und voller Vorfreude, dass sie in die Schule darf. Stolz packte sie ihre Tasche und die Freude war ihr ins Gesicht geschrieben.
Wir hatten uns nach Schulbeginn mit der Förderlehrerin verabredet und Jolina schloss sie sofort in ihr Herz. (Puh Glück gehabt, bei Jolina gibt es nur "Mag ich total" oder "Kann ich nicht leiden" und Menschen der zweiten Kategorie kommen praktisch nie in die erste bei ihr)


Ich selbst war noch gar nicht an der Schule, die Hospitation hatte der Papa übernommen während ich dann die ganzen Termin wegen Louisas Schulwechsel aufs Gymnasium übernommen hatte, zum Glück können wir uns das gut aufteilen.
Das Gebäude hat mich sofort sehr positiv überrascht und noch besser ist, dass der gesamte Schulbereich eingezäunt ist, auf solche Kleinigkeiten achten Eltern von "Weglaufkindern". In unserer Dorfschule gibt es zB keinerlei Zäune oder Absperrungen, der Schulhof ist auch nach der Schule noch Treffpunkt und das ganze, große Gelände um die Schule ist frei zugehbar und weglauffreundlich ;-) , dies war dann auch ein Punkt, der gegen unsere Dorfschule sprach.

Man merkt, dass wir in einer Weingegend wohnen, auch über dem Eingang hier wächst Wein

Jolina durfte erst mal am Unterricht einer ersten Klasse teilnehmen, setzte sich auf einen freien Platz und war still und aufmerksam dabei. Dann im Erzählkreis erzählte sie auch von ihrem Wochenende. Sie hätte mit Oma und Opa gespielt, stimmt zwar nicht, aber sie hatte keine Scheu und sprach lauter als viele der Kinder die bald in der zweiten Klasse sind.
Dann wurde im Kreis mit Eiern gerechnet und Jolina, ich traute meinen Ohren kaum, rechnete 1+1=2
dabei macht sie das zu Hause gar nicht. Auch später am Tisch benannte sie einige Zahlen auf Nachfrage der Lehrerin richtig und ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus.
Ihr Frühstück nahm Jolina dann in einer 4. Klasse bei ihrer zukünftigen Klassenlehrerin und ihrem zukünftigen Klassenzimmer ein.
Es war so schön zu sehen wie gleich ein paar Mädchen kamen und sich zu Jolina setzten und man sah die hohe Sozialkompetenz der Kinder, da sie es gewöhnt sind, dass immer mal wieder Kinder mit Beeinträchtigungen an der Schule sind.
Im Pausenhof passierte dann noch etwas sehr denkwürdiges.
Jolina suchte sich einen Jungen, mit dem sie unbedingt in Kontakt treten wollte, nahm in an die Hände und führte ihn mal hier hin, mal dort hin. Dann sagte sie ihm wo er am Klettergerüst zu klettern hätte und er machte ganz brav was sie sagte und war total lieb und fürsorglich mit ihr.
Während die Förderlehrerin und ich das beobachteten erklärte sie mir, dass dieser Junge (übrigens ein Riese aus der 4. Klasse) eigentlich als "Problemfall" gilt, sich nicht einfügt und ständig Ärger macht und auch sehr aggressiv ist. Als sie diese Situation später der Klassenlehrerin des Jungen schilderte konnte die es kaum glauben, fragte immer wieder den Namen nach, ob sie sich auch nicht verhört hätte und war richtig verwundert und bedankte sich dann auch nochmal bei mir, dabei war es ja Jolina, die ihn scheinbar kurz "gezähmt" hatte.

Dieser halbe Vormittag hat mir gezeigt, dass unsere Entscheidung für diese Schule wohl genau richtig war und mein Bauchweh, ob wir ihr damit vielleicht keinen Gefallen tun, ist viel besser geworden.
Natürlich bin ich nervös, ob auch alles gut geht, ob sie nicht gemobbt wird und ob sie sich nicht verweigert, oder traurig wird, wenn sie nicht mit den anderen mit halten kann.
Ich bin glücklich und Jolina ist total glücklich, was will man mehr?

Beim Mittagessen hat sie sofort Louisa von der Schule erzählt, sie hätte gespielt und Eier und Käse.
Ja, ich musste dann übersetzen, dass die Eier zum rechnen waren und der Käse auf ihrem Schulbrot.

Jolinas Schultüte ist übrigens auch fast fertig, naja, ein bisschen was hab ich verbockt und muss da was pfrimeln, doch die zeige ich Euch dann demnächst und am Mittwoch ist schon der erste Elternabend in den ich jetzt relativ tiefenentspannt rein gehe.

Sonntag, 26. Juni 2016

Wir sind ein #TeilDesGanzen

Obwohl die wenigsten Bad Kreuznach kennen und wenn doch, wahrscheinlich nicht wirklich wiisen wo dieses 50.000 Einwohner-Städtchen liegt haben wir doch einiges zu bieten.

Unter anderem #BadKreuznachLacht. Was es damit auf sich hat könnt ihr hier nachlesen. Jedenfalls geht es darum mit Lachen gleichzeitig etwas Gutes zu tun.

Und was hat es jetzt mit Teil des Ganzen auf sich?

Ich kopiere am besten einen Auszug aus der HP:

"Am 11. Juni 2016 veröffentlichte das Hilfsprojekt #BadKreuznachlacht den Song zum Ehrenamt mit dem Titel #TeildesGanzen. Das Lied wurde von niemand geringerem als dem Singer und Songwriter #AndyOst produziert.

Wir werden hiermit allen ehrenamtlich aktiven Menschen sowie den Personen, die tagtäglich in karitativen Einrichtungen arbeiten ein Denkmal setzen und sie und ihre Arbeit würdigen, in dem wir gerade diese Menschen mit unserem Charity-Song in den Fokus stellen.
Alle Mitwirkenden inklusive der wohltätigen Organisationen, Stiftungen und Vereine werden von dieser Plattform profitieren. Wir werden mit unserem Song für das Ehrenamt sowie dem offiziellen Musikvideo Geschichte schreiben – seien Sie ein Teil dieser Geschichte. 

Den #Reinerlös aus dem Single-Verkauf leiten wir zu 100 % an die aufgeführten Stiftungen, Organisationen und Vereine weiter."

Und was ich gar nicht erwartet hatte, ich stehe im Abspann zusammen mit so genialen Leuten wie Eckart von Hirschhausen oder Timo Hildebrand.

Im Prinzip ist Ehrenamt ja kein Opfer, oder Arbeit für die Aktiven, sondern es macht Spaß. Trotzdem ist es so unendlich wichtig für unsere Gesellschaft und gar nicht selbstverständlich.
Eigentlich sollte man wirklich mal danke sagen, ab und zu höre ich es zwar, aber viel zu oft wird es als selbstverständlich hingenommen.

Ihr könntet jetzt sagen: "Was tust Du denn eigentlich?"

Früher war ich mit im Leitungsteam des Spielkreises hier im Ort und sang wöchentlich "Da oben ist die Sonne....", dann war ich aktiv im Förderverein des Kindergartens am Ort und bin immer noch im Team, das mit viel Manpower den Kindersachenbasar hier im Ort stemmt um mit dem Erlös Schule und Kindergarten finanziell zu unterstützen.
Es fällt vielleicht nicht auf ;-), aber ich opfere viel Freizeit vor dem PC und nicht weil es Spaß macht in Streitgespräche zu grätschen oder tausende von Facebookprofile zu durchleuchten, sondern weil ich irgendwann mal eine Idee hatte und damit inzwischen auch Angehörigen von Menschen mit Down Syndrom eine Plattform bieten konnte für Fragen, oder einfach nur mit zu lesen.
Zusätzlich haben wir zu dritt bis wir nur noch Pixel sahen Poster zum Down Syndromtag am 21.3. erstellt und Geld gesammelt, aber nicht für uns, sondern für das Down Syndrom Info Center.

Deshalb habe auch ich (und da müssten auch noch andere Unermüdliche stehen) einen Platz im Video von Andy Ost gefunden.
Wer findet übrigens Jolina im Video?

Ich würde mich extrem freuen, wenn ihr zum einen den Song runter laden würdet und damit eine Spende macht und zum anderen diese Aktion bekannt macht.

Die nutznießenden Organisationen sind weit verbreitet und nicht nur auf die Region Bad Kreuznach beschränkt, deshalb werdet auch Teil des Ganzen im doppelten Sinn, ladet den Song und tut etwas ehrenamtliches.

Ein Hoch auf alle Ehrenamtler in Vereinen, Feuerwehr, Behindertenhilfe, Notfallrettung, Tierheimen, Hilfe für Arme usw ohne Euch wären wir Arm dran, DANKE




Samstag, 25. Juni 2016

Rezension: "Die Liebe, das Glück und ein Todesfall" von Kerry Fisher

Da bald die Urlaubszeit anbricht und man vielleicht einfach nur berieselt werden möchte habe ich mal einen typischen Frauenroman für Euch gelesen.

Das einzige Problem ist, dass ich glaube ich gar nicht so sehr auf diese typischen Happy End Frauen Herz Schmerz alles wird Gut Romane stehe.



Aber hören wir erst mal was die Zusammenfassung über das am 14.3.2016 erschienene Buch sagt:

"Maia stellt keine hohen Ansprüche ans Leben, aber etwas mehr als eine Sozialwohnung und ein Couchpotato-Mann wäre schön. Mit diversen Putzstellen versucht sie, ihre kleine Familie über Wasser zu halten – umso tiefer sitzt der Schock, als sie erfährt, dass ihre Lieblingskundin, eine nette Professorin, verstorben ist. Doch dann die Überraschung: Maia wurde im Testament bedacht, vielmehr: Maias Kinder. Aus dem Nachlass soll das Geld für eine teure Privatschule bestritten werden. Und plötzlich finden sich Maia und ihre Kinder in einer Welt wieder, in der ein Leben ohne Bio-Obst und Geigenunterricht undenkbar ist – und in der ein hinreißender Lehrer Maias Herz höher schlagen lässt ..."


ca. 400 Seiten stark ist das Taschenbuch und es hält was es verspricht. Der Todesfall tritt direkt am Anfang des Buches ein, die Liebe bahnt sich allerdings erst in der Mitte an um dann in sich überschlagenden Ereignissen am Ende in absolut UNGLAUBLICHEM Glück zu enden.

Ja, unglaublich sagt es schon, die Wendungen die der Roman dann am Ende nimmt sind schon extrem an den Haaren herbei gezogen, aber ich glaube, als Nichtkennerin dieses Genres, das ist vermutlich immer so.
Die Story ist somit schon rund und genau so wie sie von der Leser/in erwartet wird.
Absolute Proletin mit Prollgatten ist eigentlich zu klug für dieses Leben und schafft es durch einen Glücksfall in die absolute Upperclass aufzusteigen. Dazwischen gibt es natürlich Irrungen und Wirrungen, Missverständnisse und fremdgehende Männer.

Das einzige was mich handwerklich extrem stört ist ein Übersetzungsproblem, im Englischen gibt es nun mal kein "Du" oder "Sie" (wenn wir jetzt mal von Shakespeare absehen)
Es erscheint mir mehr als unwahrscheinlich, dass die Hauptdarstellerin Maia bei der Mutter von Schulfreunden ihrer Kinder einzieht um ihr zu helfen ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, die Frauen sich gegenseitig ihr Leben erzählen und Abends zusammen ein Gläschen heben und dann nennen sie sich zwar beim Vornamen sagen aber sie zueinander. Nein, das kann ich mir auch in England nicht vorstellen und stört mich sobald ich es lese.

Man könnte jetzt meinen das Buch sei schlecht, ist es aber nicht.
Ich persönlich mag es nicht, das sagt aber nichts aus.

Also persönlich 2,5 von 5 Punkten - ansonsten eher 4 Punkte von 5 für die, die solche Bücher mögen.

Freitag, 24. Juni 2016

Bitte Schubladenbeschriftung niemals vergessen!!!!!

Ich bin aber auch ein Schussel, da vergesse ich doch manchmal über meine Aussagen im Netz eine eindeutige Überschrift zu setzen und dann wissen die Leute nicht in welche Schublade es soll.




Ich werde ja öfter mal falsch verstanden, weil es Menschen gibt, die wirklich denken meine Ironie ist ernst. Das hat dazu geführt, dass ich tatsächlich "Achtung nicht ganz ernst gemeint" oder "hahaha" dahinter schreibe.

Das blöde dabei ist, ein Witz über dem "Witz" steht ist nicht mehr witzig, denn man erwartet ja schon etwas das unerwartet ist. Hähhh?

Witzig ist nämlich meist das was man nicht erwartet, entweder eine Handlung oder auch Worte die so da nicht hingehören. Wenn ich aber jetzt schon darauf warte, dass was witziges kommt, dann fehlt der Kick.
Kann man mir bis hierhin noch folgen? Meine Gedanken sind manchmal etwas eigenwillig und lassen sich schwer in Worte fassen ;-)

Wenn ich also einen längeren Text verfasse macht es eher weniger aus für die, die alles wörtlich nehmen noch ne Erklärung hinzu zu fügen.

Jetzt liebe ich aber auch Instagram, ich glaube da tummeln sich "noch" weniger Verrückte, Klugscheißer und Besserwisser, im Prinzip ist das Bild die Nachricht und um so schöner das Bild um so mehr Herzchen, gaaanz einfach. Nachfragen kommen selten, was ein Glück.

Jetzt hab ich aber ein Bild zum #Brexit gemacht das im Prinzip als Metapher stehen sollte. (Metapher kann man googeln) (googeln kann man auch nachschlagen nennen)
Ich war auf der Suche nach etwas eindeutig Britischem das ich in die Tonne kloppen kann, habe da aber wenig im Haus (das einzige was ich an den Briten für unvergleichlich, unnachahmbar Top, perfekt, Erstklassig halte ist der schwarze Humor).
Ich fand also ein Glas "Old Britisch Orangen Marmelade" - wow perfekt, dass ich die noch im Haus habe.
Phönchen geschnappt, Marmelade über die Mülltonne gehalten, Bild auf Insta und Weiterleitung an facebook.
Groooßer Fehler.

Jetzt wurde ich gefragt ob das was bringt wenn ich Marmelade wegwerfe?
(Nein, ich bin ja nicht blöd, aber scheinbar denkt man das tatsächlich von mir)

Dann landete ich in der Schublade "Die wirft Lebensmittel weg"
Hilfe, ich dachte ich sage mal, "die ist abgelaufen" (wäre ja jetzt blöd für die Wirkung des Bildes wenn ich zugebe, dass die wieder im Regal im Keller steht)

Noch größerer Fehler.
Denn angeblich wird Marmelade nicht so schnell schlecht.
Da hab ich es wieder, jetzt steh ich da wie der Wegwerfking, dabei bin ich die, die gerade Gouda gegessen hat, der 12/2015 abgelaufen ist. Ich habe fast eine Sperre etwas wegzuwerfen das noch nicht von selbst weg läuft, Haare hat oder wirklich sehr fragwürdig riecht.
Der Gauda hatte in meinem Kühlschrank die Metamorphose von jung zu mittelalt durchlaufen und keiner ist bisher daran gestorben.
Jedenfalls "Ich werfe nix weg" "Ich bin nur "likegeil"

Ich finde es schon sehr merkwürdig, dass vor allem bei facebook jeder Satz den man sagt auf Atome zerpflückt wird und einem das Wort im Mund umgedreht wird, oder andere beleidigt sind weil man schreibt "Heute scheint die Sonne", weil man damit alle die Sonnenallergie haben, in einem Regengebiet wohnen oder berufsbeleidigt sind jetzt mit der Aussage wirklich schwer getroffen hat.

Ich finde gerade facebook braucht Schubladen mit unterschiedlichen Beschriftungen
So sollte die mit "Könnte Spuren von tierischen Produkten" NIEMALS von Veganern geöffnet werden, denn sie könnte ein Foto enthalten auf dem ein Kind ein Würstchen isst.

Ohh da kommen wir gleich zu der Schublade mit der fetten Aufschrift: "Kinderbilder". Immer wenn man denkt es ist gut, kommt der nächste mit der Kinderbilderkeule. Bäh bäh bäh, Kinder haben Rechte am Bild, Kinder gehören nicht ins Netz, ihr seid schlimme Eltern und total verantwortungslos.
Jeder der das dann schreiben will postet es direkt unter die Schublade und muss sich nicht bei jedem neuen Bild produzieren und das schreiben was er mal gehört hat.

Unbedingt nötig finde ich die Schublade mit: "Könnte Spuren von Humor, Satire oder Ironie enthalten" dort könnte dann zB der Postillon seine Meldungen posten und keiner käme auf die Idee sie meinen es ernst. Nur wenn Leute die zu doof sind die Aufschrift zu lesen sie aufmachen und ein Bild sehen (denn lesen können sie ja nicht) und es dann mit einem :o - Emoticon teilen wäre es mal wieder passiert. PANIK!!!!!

Eine weitere Schublade die ich mir dringend wünsche ist die mit "Braune Sch...." da würde ich ein dickes Vorhängeschloss anbringen, den Schlüssel im Rhein versenken und müsste mich nie wieder aufregen, jedenfalls nicht mehr über dumme Aussagen in diese Richtung!!!!!!1!

Aber bis der Herr Zuckerberg die Schubladen einführt schlage ich mich weiter mit Missverständnissen quer durch das Portal herum, mache verzweifelt Lachgesichter und Zwinkersmilies hinter meine Sätze und fange als Atheist an, zu Gott zu beten, er solle doch bitte Hirn vom Himmel schmeißen.

Auch das hier ist Sarkasmus oder Ironie, oder witzig gemeint und ich wette es gibt welche die das jetzt wieder bierernst nehmen und sich aufregen, statt zu schmunzeln, was ich eigentlich bezwecken wollte.

Habt es fein und hier scheint übrigens gerade die Sonne. :O OMG

Was ist eigentlich ein Trey?

Drei falsch geschrieben? - Nein.
Ein Urzeitkrebs? - Aber nein.
Ein Fahrzeug mit drei Rädern? - Ach was, ich verrate es jetzt.

Trey ist ein Schlampermäppchen, aber gar nicht so richtig schlampig, denn man kann damit ordentlich sortieren.

Janny von Jannymade hat es sich ausgedacht und für uns alle den Knoten im Kopf beseitigt wie das denn jetzt geht.

Einzig bei der Stoffwahl muss man beachten, dass das E-Book ohne Innenfutter ist, somit super geeignet für Leder, Kunstleder, Filz .....

Ich zeige Euch jetzt mal mein Trey



Wenn ihr das auch probieren möchtet, vielleicht auch passend zum Schulanfang, oder für Häkelnadeln, oder Schminksachen ....
dann findet ihr das E-Book ab sofort bei Alles-für-Selbermacher und zwar unter Trey

Viel Spaß beim nach nähen

Mittwoch, 22. Juni 2016

Der Kindergartenfotograf war da

Kennt ihr das auch?
Auch wenn man selbst gefühlt 1 Mio Bilder seiner Kinder hat und darunter sogar 100 ganz geniale sind, dann kauft man die Bilder vom Kindergartenfotograf (oder später auch in der Schule) eigentlich egal ob sie gelungen sind oder nicht.

Beim Gruppenbild ist das ja noch logisch, bei den Einzelaufnahmen jedoch kommen wohl irgendwelche Hormone durch.

Dieses Jahr habe ich sogar den Termin für Geschwisterbilder wahrgenommen und darüber bin ich ganz besonders glücklich.

Nur noch 4 Wochen, dann ist Jolinas Kindergartenzeit rum. Bei Louisa war ich froh und es war auch Zeit für die Schule, bei Jolina bin ich aber doch schon sehr wehmütig.
Als greifbare Erinnerung werden am Ende nur ihre Mappe (die so toll ist) und die Bilder vom Kindergartenfotografen bleiben.


Bei den Geschwisterbildern hatten wir so ein Glück, denn wir fuhren Nachmittags zur vereinbarten Zeit nochmal in den Kindergarten und durften sogar ein wenig früher dran. Kaum waren die Bilder im Kasten fielen die ersten Tropfen und 5 Minuten später tobte ein heftiges Gewitter über der Stadt.
Dieses wundervolle Gewitterlicht kommt auch auf den Bildern rüber und meine Idee beide in zartes weiß zu kleiden kommt noch besser.



Beim nächsten Bild von Jolina bin ich fast erschrocken wie erwachsen sie darauf aussieht. Dies ist ein Blick auf die junge Frau die sie mal sein wird.



Mein Lieblingsbild steht fest, das bei dem Louisa vorne sitzt und Jolina sie von hinten umarmt.

Bei den schönen Bildern verzeihe ich dem Fotografen sogar seinen Fehltritt. ;-)
Sagte er doch: "Kann die Mama mal die Kinder so und so hinsetzen? Oder sind sie die Oma?"

Ja, ich könnte die Oma sein, aber das sagt man doch nicht! Die richtige Antwort von mir wäre gewesen, "Nein, die Schwester" aber mir sind vor der schlagfertigen Antwort schon kurz die Gesichtszüge entgleist, das ist dieser kleine Moment wo man kaum lügen kann, dieses Sekundenfenster der ersten Reaktion und er zuckte auch kurz zurück und antwortete schon bevor ich was sagen konnte, vielleicht war das ja auch gar kein Gewitter über der Stadt, sondern die Blitze die aus meinen Augen kamen, hahaha.


Der Sommer kommt... (Werbung)

...das habe ich jedenfalls gehört.
Morgen, morgen soll er jedenfalls mal kommen der Sommer und deshalb zeige ich Euch jetzt mal ne ganz leckere Verführung von Starbucks.



Eisgekühlte Kaffeespezialitäten von Starbucks gibt es jetzt auch im Supermarkt um die Ecke.
Ideal für so Landeier wie mich, die bis zum nächsten Starbucks erst mal über die Autobahn brummen müssen. Ist natürlich kein Grund für mich in die Stadt zu ziehen, aber jetzt hab ich ja Ersatz.

Ganz klar, ideal für unterwegs, zu Hause ist mein Kaffee nachhaltig aus spülbaren Porzellan, kennt ihr ja von Insta und auch ohne Kapsel, oder Pad aus dem Vollautomaten.

Ich freu mich jedenfalls auf den Sommer (morgen oder hoffentlich auch länger) und proste Euch mit meinem leckeren Kaffee zu.

(Produkt erhalten über Konsumgöttinnen)

Montag, 20. Juni 2016

Buchtipp und Verlosung: "Mama, I need to kotz!" von Lucie Marshall

"Was ich in London als Mutter lernte"

Wer sich jetzt fragt ob denn heute Samstag sei, kann ich beruhigen, es ist Montag und Ihr habt keine Woche verloren. Allerdings kommt heute das neue Buch von Lucie Marshall auf den Markt und deshalb wird heute auch mal am Montag hier gelesen.



Lucie Marshall kennen viele durch ihren Blog oder ihr erstes Buch "Auf High Heels in den Kreißsaal". Jetzt hat sie nachgelegt und die kleine Familie verschlägt es praktisch von heute auf morgen ins regnerische London:


„Mein Sohn wächst auch nicht schneller, wenn man an ihm zieht!“ Das sagt sich die Berliner Bloggerin Lucie Marshall nach einem Jahr Erziehungsexkursion in der aufregenden Inselmetropole London, in der verschiedenste Nationen und Erziehungsstile aufeinanderprallen und deswegen auch so einiges anders läuft ... Witzig, ungeniert und authentisch erzählt die junge Mutter von großem Chaos, kleinen Erleuchtungen und vielen gut gemeinten Ratschlägen.


Tanya Neufeldt, geboren 1972, ist Schauspielerin und bekam mit 37 Jahren ihr erstes Kind. Seitdem erzählt sie als Lucie Marshall in ihrem sehr erfolgreichen Blog mit viel Humor und Selbstironie über die alltäglichen Herausforderungen als Mutter. Sie schrieb regelmäßig Kolumnen in der taz und in der freundin, die man neben einer Webserie zum Blog seit März 2016 auch online einsehen kann. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin Mitte.


Mit schmunzeln und ab und zu einem Kopfschütteln habe ich mich im neuen Buch von Lucie Marshall fest gelesen. Eine fantastische Sommerlektüre, jetzt fehlt nur noch der Sommer,aber er soll ja diese Woche kommen.

Und jetzt kommt der Oberknaller, ich habe nicht nur ein Exemplar des Londonabenteuers, sondern auch noch ein zweites das ich an Euch verlosen darf.
Was ihr tun müsst ist einfach hier bis zum 30.6. einen Kommentar hinterlassen, am besten mit E-mail, damit ich Euch auch erreiche, wenn ihr gewonnen habt.





Sonntag, 19. Juni 2016

Sonntagskino: Philina - Die Welt ist bunt

Gestern habe ich Euch Philinas Buch vorgestellt, heute gibt es Philina in bewegten Bildern.

Auch im Buch sind Querverweise zu den Videos zu finden und somit stelle ich euch gerne vor

Philina als Model:





Philina als Pferdeflüsterin:






Philina als Fußballfan:





Wie man sieht, weiß sie was sie will und das zeigt sie auch mit ihrem Buch.

Tolles Mädchen.

Samstag, 18. Juni 2016

Buchtipp: "Die Welt ist bunt" von Philina Nase

Philina ist ein ganz normales 14 jähriges Mädchen,

sie liebt Pferde und tanzen, ihren Hund und ihre Familie.
Sie geht auf eine Realschule und ist am Computer ihrem Opa Haus hoch überlegen.

Ach ja, etwas besonders ist Philina ja doch, sie hat mit 14 schon ein Buch geschrieben, das gerade neu beim "Bunten Zebra" erschienen ist und sie ist Olympionikin.



Philina schreibt über ihr Leben und ihre Gedanken wie es so ist, wenn man das Down Syndrom hat.
Ja, Philina hat das Down Syndrom, hatte ich nicht erwähnt, denn wenn ich andere Bücher rezensiere schreibe ich ja auch nicht, ob der Autor mit Pollenallergie im Frühling kämpft oder ob er eine Brille trägt.
Natürlich macht das Down Syndom Philina ein Stück weit zu etwas besonderem, aber besonders ist doch jeder Mensch.

Ich bin besonders stolz, dass mir Philina eine persönliche Widmung in mein Buch geschrieben hat, obwohl ich es in Frankfurt am Sportfest nicht schaffte das Buch dort direkt zu kaufen und so die liebe, gute, alte Post zwischenschalten musste.



Philina hat das Buch selbst geschrieben, mit der Hand auf Papier, ich weiß, das kennen viele gar nicht mehr, doch auch für mich ist dies die schönste und ursprünglichste Art Texte zu verfassen und auch zu lesen. (Seltsam, dass ein Blogger so etwas schreibt, ist aber so)
Diese handschriftlichen Zeilen findet man auch im Buch wieder und zusätzlich, dann noch ín gedruckter und leicht bereinigter Form, zusammen mit vielen Bildern auf 100 Seiten.


Was dieses Buch so wundervoll macht, sind die Gedanken dieser jungen Dame, denn wie oft möchte ich in den Kopf meiner Tochter schauen können. Ich wünsche mir, dass Jolina auch einmal so selbstbewusst wird und zielstrebig, dass sie lesen und schreiben lernt und auch ein Hobby hat, das sie erfüllt.

Ich möchte nicht zu viel vom Inhalt verraten, das wäre doch schade. doch man erfährt viel von Philina und ihrer Liebe zu den Pferden und wie es so ist, wenn man langsamer lernt und manches schwer versteht.
Das Vorwort hat kein geringerer geschrieben als Peyman Amin.


Bestellen könnt ihr das Buch beim bunten Zebra: hier
und auf Philinas facebook-Seite: hier



Über das bunte Zebra habe ich Euch ja schon berichtet und zwar hier.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Kindererziehung ist auch immer ein Abschied

Heute morgen zeigte mir facebook eine "Erinnerung", eine lustige Funktion, denn an manche Dinge erinnert man sich gar nicht mehr und gleichzeitig auch eine kleine Mahnung, denn so beweist uns facebook immer wieder, dass das Internet nichts vergisst.

Meine Erinnerung heute Morgen war ein Bild von Louisa, zwei Jahre alt, mit süßen hellblonden Zöpfchen, dazu ein paar Sprüche, die mir auch total entfallen waren,

Jetzt steckt sie schon in der Pubertät und ab und zu leuchtet schon die wunderbare Frau, die sie mal sein wird durch.


Wenn ich dann diese Kleinkind-Bilder von ihr sehe werde ich richtig wehmütig. Das ist doch gefühlt erst vorgestern gewesen wo sie noch so klein war, ihre ersten Schritte machte und alles wissen wollte und immer groß sein wollte.



Jetzt ist sie groß, naja, so halb. Ist kein richtiges Kind mehr und auch noch keine Frau. Will eigentlich lieber klein sein und manchmal dann aber doch schon groß.



Kindererziehung ist eigentlich von Anfang an loslassen können.
Wenn wir wollen, dass aus unseren Kindern selbständig denkende, verantwortungsbewusste und selbstbewusste Erwachsene werden, müssen wir schon ganz früh lernen, das Band immer mehr zu lockern, auch wenn es schwer fällt.
Mir setzte auch teilweise der Herzschlag aus wenn Louisa mit noch nicht mal zwei auf die extrem hohe Rutsche bei uns auf dem Spielplatz kletterte, nur nicht anmerken lassen, dass ich Angst hatte und hinterher das Kind bejubeln um das Plumpsen des Steines zu übertönen, der vom Herzen fällt.
Oder der Tag an dem sie zum ersten Mal alleine von der Schule nach Hause lief.
Immer sind das kleine Abschiede, Abschiede von Phasen in der Kindheit, die nie mehr zurück kommen.



Dinge die heute vielleicht manchmal vielleicht sogar nerven sind bald Vergangenheit und ich sollte sie genießen, so lange ich noch ein Teil davon sein darf.
Noch darf ich mit zu Aufführungen und bin nicht peinlich, noch braucht sie mich um sie zum Ballett zu fahren, aber wie lange noch?
Noch vor gar nicht langer Zeit (oder kommt es mir nur so vor und es ist auch schon wieder ein Jahr her?) war ich in die Verabredungen meiner Tochter mit ihren Freunden involviert. "Mama, kannst Du mal bei A. anrufen ob wir heute spielen können?"
Ich grummelte dann immer rum, warum man das nicht in der Schule schon ausgemacht hätte.
Heute sind die wenigsten Telefongespräche die hier rein kommen für uns sondern für Louisa (wahrscheinlich weil sie immer noch kein Handy hat)
Oft kommt nach der Schule mein Kind auch gar nicht erst nach Hause, sonder ruft von einer Freundin aus an: "Du-uu, ich bin bei A. - wir machen die Hausaufgaben zusammen, wann soll ich zu Hause sein?"
Oder sie eröffnet mir, dass gleich E. vorbei kommt und mit uns dann mal zum Schnuppern beim Ballett mit uns mit fährt.
Ich entgegne dann nur noch schwach: "Aber das musst du doch erst beim Ballett abklären." und bekomme als Antwort: "Das hab ich doch schon letzte Woche gemacht."


Zum Glück ist Louisa nicht der strukturierte Typ und vergisst dann öfter mal was, wie zB, dass sie zwar jetzt von der Schule aus gerne mit ihrer Freundin direkt zu Akrobatik fahren darf, aber sie hat ja gar keine Klamotten dafür dabei. Das sind dann die Kleinigkeiten für die ich dann doch noch nicht ganz nutzlos bin. Puh, Glück gehabt.
Diese Woche hat sie beschlossen, dass sie Mittags von der Schule in den Rollschuhen nach Hause fahren möchte, sie packte also ihre Schuhe in die Schultasche und setzte sich schon mit Rollern an den Füßen bei Papa ins Auto (mit dem fährt sie morgens immer zur Schule).
Mittags kam sie dann doch zu Fuß und hatte ihre Rollschuhe in der Hand. "Ich konnte nicht fahren, ich hatte den Helm vergessen."
Mist, da hatte ich auch nicht dran gedacht, Morgens brauche ich immer etwas bis mein Gehirn zu 100% arbeitet.
Und ich war unheimlich stolz auf mein Kind, andere wären dann ohne Helm gefahren, sie nicht, toll.
Sie weiß, dass uns das wichtig ist und Vertrauen gegen Vertrauen - wir lassen sie, auch mit leichten Unwohlsein über die Straße rollern und sie zeigt im Gegenzug wie vernünftig sie ist.
Ein weiterer Abschied, vom impulsiven Grundschulkind.



Ich weiß noch als ich in dem Alter war, lange her *hüstel*, da hasste ich es, wenn jemand "Kind" zu mir sagte, es kam dann immer ein trotziges: "Ich bin kein Kind mehr!" auf die Frage was ich denn dann sei wusste ich aber auch keine Antwort, Jugendliche?
Alles ist in dem Alter in Bewegung, nichts passt mehr zueinander und ich glaube es fällt den "Nicht-mehr-Kindern" selbst schwer, weil sie gerade Abschied nehmen von der eigenen Kindheit und manchmal gibt es dann noch eine Abschiedsvorstellung mit den Barbies.



Manchmal überlege ich, ob Louisa sich anders entwickelt hätte, wenn Jolina kein Down Syndrom hätte. Aber eine Antwort darauf finde ich nicht wirklich.
Zum einen war sie schon immer sehr reif und weit für ihr Alter (siehe facebook-Erinnerung: "sagt dieses Kind beim flüchtigen Blick auf die Zeitung "Och, das ist das Zeichen der Piraten" ich kannte das nicht mal, dachte ich doch tatsächlich die hätten die Totenkopfflagge, auf die Frage "Woher kennst Du die?" Kommt nur "Mama, das sind Politiker!" Ja, klar - mein Vorschulkind ist so ein Klugsch....." und zum anderen gab es noch nie Tabuthemen hier im Haus.
Sie hat mit Sicherheit Erfahrungen machen dürfen, die andere Kinder nicht hatten.


So lernte sie Menschen quer durch Deutschland kennen in deren Familie auch ein Mitglied das Down Syndrom hat. Sie zählt ganz selbstverständlich alle Kinder der Familie von Sontje als ihre Freunde auf, als würden sie sich jede Woche sehen und sie hat keinerlei Berührungsängste anderen Menschen mit Down Syndrom gegenüber.
Dieses etwas eigenartige Leben das wir führen zeigt ihr, dass unsere Familie gar nicht besonderes ist, denn es gibt noch viele andere in denen es ähnlich ist wie bei uns.
Wenn sie einmal Erwachsen sein wird und zurückblickt, weiß sie, dass sie kein Einzelkämpfer war, sondern Teil einer großen Gemeinschaft, die der Geschwister, oder Familienangehörigen eines behinderten Menschen.


Als Jolina zur Welt kam, dachte ich es wäre auch ein Abschied für Louisa von einer normalen Kindheit. Natürlich hatte ich Angst andere würden mit Finger auf sie zeigen als "die Schwester von..." Unsinn, kein Abschied, Louisa ist Louisa geblieben für sich selbst und für ihre Freunde.
Louisa liebt es zu tanzen und so tanzt sie auch durch ihr Leben, oft ein wenig zu beschwingt und leicht, aber nie mit andauernd schweren traurigen Schritten und gesenktem Blick.
Genau so sollte ein Geschwisterkind sein, ohne schwere Gedanken über die Zukunft oder zu verkopft. (Ich gebe zu, ich wäre so gewesen verkopft und ständig am vorplanen was jetzt passieren könnte und was wohl sein würde was ist wenn....)
Vielleicht hat Louisa deshalb auch wenig Lampenfieber vor ihren Auftritten, sie lässt es einfach auf sich zukommen.



Ein Abschied steht gerade im Moment an, denn bald kann ich viele Kinderschnitte nicht mehr für sie nähen, denn die gehen oft nur bis Größe 140 und sind auch eher für Kinderfiguren gemacht und nicht für die von pubertierenden Mädchen.
Vielleicht ist das der letzte Schnitt von Mariele den ich für Louisa mit probenähen konnte.
Von der Kinderabteilung im Kaufhaus haben wir uns auch schon verabschiedet und sind in der für "Teens" gelandet, wo man sich auch gleich mal von den günstigen Preisen verabschieden darf.
Beim nähen darf man sich auch davon verabschieden aus 1 Meter Stoff noch richtig viel Kleidungsstück raus zu bekommen.



Ich war ja unsicher ob Louisa mir diesen Stoff abnicken würde und das Kleid, doch beides wurde begeistert für gut befunden.
Hätten wir weniger Regen, dann hätte sie es schon viel öfter getragen, so macht nur der Sommer, der keiner ist, diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung.
Wo wir schon bei Abschieden sind, ich weigere mich von der Vorstellung zu verabschieden, dass dieser Sommer noch den Hintern hoch bekommt und traumhaft wird.

Falls das nicht so ist, das Kleid Delilah kann man auch mit langen Ärmeln nähen.





E-Book: Delilah von Mariele
Stoff: "sewing" von Cherry picking 
genähte Größe: 140
Model: Louisa
Fotos: ©JoLou

Mittwoch, 15. Juni 2016

14. Down Sportlerfestival 2016 - die sportliche Seite der Veranstaltung

Nachdem ich Euch hier schon etwas zur Geschwisterolympiade beim 14. Down Sportlerfestival in Frankfurt erzählt habe, komme ich jetzt aber endlich mal zum Sport.

In Jolinas Altersklasse gibt es 3 Wettbewerbe, Weitwurf, Weitsprung und den 25 Meter Lauf.

Vor dem Ganzen steht aber natürlich der feierliche Einlauf der Sportler, mit Nationalhymne und Tränendrüsenfaktor und am Ende gibt es natürlich Urkunden und Medaillen.

All das erwartet Euch heute in diesem Blogpost.



Jedes Jahr bewundere ich wie liebevoll alles hergerichtet ist mit bunten Luftballons und Bannern, Hinweisschilder leiten einen zur richtigen Halle und jedes Jahr werden wieder neue Punkte optimiert, nur den Kaffee hatten sie dieses Jahr vergessen ;-)  Aber mit Organisationstalent wurde auch recht flott Kaffee für die Junkies herangeschafft und auch gleich als Durchsage bekannt gegeben.

Dienstag, 14. Juni 2016

Auf der Suche nach meinem alten Wohlfühlgewicht

Achtung Seelenstriptease, anstatt Produktvorstellung ;-)

 Es ist kein Geheimnis, ich mag mich gerade so gar nicht wie ich bin und ich versuche irgendwie die Uhr 4 Jahre zurück zu drehen, doch es funktioniert einfach nicht.



Gehen wir in die Zeit vor meiner Schwangerschaft vor 11 Jahren, ich wog 46 kg und passte in Kleidergröße XS bei 1,56m. Diese Traumfigur hielt ich mit Glyxernährung und täglichem Minitrampolinworkout.
In der Schwangerschaft mit Louisa nahm ich 20 kg zu, weil ich unheimlich viel Wasser überall im Körper einlagerte. Ich nahm aber wieder auf ein Wohlfühlgewicht von 52 kg ab und auch nach Jolinas Geburt kam ich zwar nur auf Normalgewicht von 56 kg, aber nach 2 Schwangerschaften mit Kaiserschnitten ist es normal, dass die Bauchmuskeln nicht mehr im Sixpack hervortreten.

Ich war für meine Verhältnisse ziemlich fit, denn während die "Große" mit Laufrad oder dann auf Fahrrad vor mir her flitzte, schob ich den Kinderwagen mit Jolina Berg auf und Berg ab und das fast immer im Laufschritt um mithalten zu können.



Und dann brach ich mir vor 4 Jahren im Sommerurlaub das Bein (drei mal), der Bruch mit dem Metall im Bein wollte lange nicht heilen, meine Muskulatur ging erschreckend schnell zurück und sehr bald war ich extrem unfit und dann fing ich an zuzunehmen.
Jeder weiß, dass Ernährung alleine nicht auf dauer schlank macht, wenn man den Hintern nicht hoch bekommt.

Laufen tat auch nach über 2 Jahren noch weh, Trampolin war da schon etwas besser, aber auch nicht wirklich gut.
Inzwischen muss ich sagen, endlich ist mein Bein wieder okay und ich habe beschlossen das Metall drin zu lassen, bevor ich wieder ewig bewegungslos bin, doch dieses blöde Gewicht ging in den 4 Jahren unaufhörlich nach oben und ich wiege jetzt tatsächlich so viel wie kurz vor Louisas Geburt, ich finde es unerträglich und versuche wirklich alles.



Also nicht diese blöden Diäten aus den Frauenzeitschriften, die 10 Kilo in 14 Tagen versprechen, ich habe schon mehrfach die Ernährung umgestellt, doch wenn es dann keine, wirklich keine Wirkung zeigt, dann bin ich nach einigen Wochen total frustriert und greife zu Schokolade und Cappuccino.
Ich gestehe ich bin ein Frust- und Stressesser. Dazu kommt ein enormer Stress,also ständig Adrenalin pur. Dieses feine Zeug, das den Körper fit macht um vorm Säbelzahntiger zu flüchten hilft mir aber wenig, denn meist renne ich nicht, sondern mein Adrenalin muss ich "runterschlucken" und mein behindertes Kind erziehen. Am Donnerstag wurde sie als "Quecksilberkind" bezeichnet und ich finde den Begriff sehr treffend. Ich bin ständig in Alarmbereitschafft, fahre selten runter wenn Jolina im Raum ist und so tut auch das noch sein nötiges zu meinem Gewicht.

Den passenden Sport zu meinem jetzigen Lebensrhythmus hatte ich auch nicht gefunden, so kam mir das Angebot von Konsumgöttinnen, die 10 Weeks Body Change von Delef D. Soost zum Vorzugspreis zu testen sehr gelegen.
Was hatte ich schon zu verlieren, außer ein paar Pfunden?



Ich startete also voller Vorfreude auf mein Endgewicht 55kg in 10 Wochen, das Erfolgstool sagt mir, dass es durchaus möglich ist und auch der Start in den ersten 3 Wochen war genau im Ziel und dann kam wieder der berühmte Einbruch, in dem Fall kam er in Woche 3 mit einem Hexenschuß von der ganz feinen Sorte. Ich hatte 14 Tage etwas davon und somit startete ich nach 3 Wochen nochmal neu mit den Fitnessübungen, die Ernährung behielt ich die ganze Zeit über bei und wechselte nur noch in die etwas extremere Form zum Paleo, da mir die Ernährung von 10wbc noch zu wenig auf mich zugeschnitten schien. D.h. ich ließ auch die Hülsenfrüchte weg, ansonsten blieb es relativ ähnlich.



Ich kann Euch sagen, ich habe nichts weiter abgenommen, NICHTS!!! Die 2 Kg vom Anfang und nichts weiter, auch mein Körperfett will nicht runtergehen und ich könnte echt heulen.

Dazu muss ich aber sagen, ich gehe auf die 50 zu und ich bin mitten im hormonellen Umbau meines Körpers und ich finde es zum kotzen.

Während in allen Blogs die Mamas stolz ihre Babys zeigen oder ihre Bäuche immer wundervoller und runder werden, könnte ich jetzt nicht mehr schwanger werden, das finde ich ganz schön ätzend, nicht so schlimm wie meinen dicken Hintern, aber immer noch schlimm genug.
Eigentlich weiß ich ja, ich bin zu alt für ein Kind, das würde über meine Kraft gehen und ich will doch nicht mit Rollator auf den Schulabschluss meiner Kinder.
2 Kinder waren der Plan, 2 Kinder habe ich, wobei ich gerne noch ein drittes hätte, zur Unterstützung von Louisa, als Motor von hinten für Jolina, als Bestätigung für mich, dass ich auch nochmal mit 46 Chromosomen könnte. Doch die Entscheidung treffe jetzt eben nicht ich, sondern mein blöder Körper und das ärgert mich.
13 Jahre hatten wir versucht Kinder zu bekommen und kurz vor der Hormonbehandlung war da plötzlich Louisa, dann auf Plan 3 Jahre später Jolina, und jetzt wo vielleicht nochmal der Abstand gut wäre ..... egal

Jedenfalls kommt mir diese blöde Hormonsoße ganz schön bei meinen Abspeckplänen in die Quere.
Aber wenn ich auch nicht abgenommen habe. Ich habe mein Workout gefunden und ich bin fit wie, naja Turnschuh noch nicht, aber ich laufe die Treppen viel beschwingter nach oben.

Ich dachte immer ich bräuchte zum trainieren unbedingt fetzige Musik. Am Angang war ich bei den Sporteinheiten mit Detlef D. Soost sehr erstaunt, dass es ganz leise war, bis auf seine Kommandos und sein unermüdliches Geplapper, nie hätte ich gedacht wie genial das ist. Das Tempo gibt nicht die Musik vor, sondern der eigene Körper, oder Detlef, wenn man es schafft.

Natürlich weiß ich, dass er zu einer Kamera spricht und nicht zu mir und trotzdem fühlt es sich gut an.
Eigentlich gibt es bei 10wbc 2 Workouts pro Woche, die sich über die Zeit steigern, nie länger als 20 Minuten und mit Warmup und Stretching perfekt für den Körper optimiert. Ich freue mich jeden Morgen, wenn meine Bande weg ist auf meinen Sport mit Detlef, wer hätte das gedacht.

Und das ist meine Hoffnung, dass einfach meine Muskulatur besser wird und ich durch dieses Hintertürchen über einen sehr langen Zeitraum wenigstens ein paar weitere Kilos verliere.

Als positiven Nebeneffekt, dass ich viele Nahrungsmittel weg lasse ist fast von heute auf morgen meine Pollenallergie besser geworden, was immer es auch ist, was hier die Kreuzallergie auslöst, ich bin happy und brauche kaum noch Medikamente.

Jetzt noch zu der Ernährung bei 10wbc, es ist eigentlich kein richtiges lowcarb, aber hat natürlich Ähnlichkeit, denn dies ist der Abnehmmotor.



Lustig finde ich die Kochvideos mit Detlef, von denen man auch pro Woche eins online im eigenen Zugang zum Onlineportal findet. Denn er kocht als würde er Sport machen, immer mit "Hepp" unterstützt werden Eier aufgeschlagen, oder mit "Zack Zack Zack" Zwiebeln gewürfelt.

Natürlich wird auch versucht viele Zusatzprodukte an den Mann oder wohl meist an die Frau zu bringen, doch das muss man ja nicht kaufen.




Ich habe mir nur mal das Pulver für den Shake gekauft, weil ich einfach neugierig war, doch meine Fitnessmatte ist vom Discounter und auch mein Wasser trinke ich nicht aus der stylischen lila Flasche. Jetzt sagt nicht, das liegt daran, dass ich nicht abgenommen habe.

Jetzt habe ich ja mal wieder zwei Tabus gebrochen, zum einem, ich gebe weder gerne mein Alter noch mein Gewicht bekannt, wer rechnen kann weiß es jetzt und zusätzlich Tabubruch Nr. 2 - keine Frau gibt gerne zu, dass sie in den Wechseljahren ist (Mist da war das böse Wort) vor allem wenn sie sich unter meist jüngeren Frauen befindet, wie das die Bloggerszene ja nun mal ist.

Somit werde ich im Sommerurlaub am Strand dann doch eher einem gestrandeten Wal gleichen als einer Meerjungfrau, nun ja, vielleicht dann Sommer 2017
















Montag, 13. Juni 2016

Märchenstunde mit Delilah

Mögen Eure Kinder Märchen? Oder oft muss man ja fragen, mögt ihr Märchen?

Ich habe sie als Kind geliebt, und vor allem Märchenkassetten rauf und runter gehört. Mein liebstes Märchen war die Gänsehirtin am Brunnen und könnte es heute über 40 Jahre später immer noch Wort für Wort mitsprechen "Oh, Fallada, oh da du hangest." "Oh Jungfer Königin, oh da du gangest."

Diese alte Sprache hat mir auch richtig viel für meine sprachliche Entwicklung gebracht, Genitiv ist für mich kein seltsamer Konstrukt und zusätzlich lernte ich Worte wie Taler oder Gulden, hörte von einer Glückshaube beim Teufel mit den drei goldenen Haaren und hatte auch niemals Angst vor dem bösen Wolf, denn ich wusste, dass sprechende Tiere sicher nicht echt waren und somit erfunden.




Louisa hat Märchen auch geliebt, wenn auch nicht so wie ich. Als Kleinkind wollte sie stundenlang vorgelesen bekommen und da waren auch viele Märchen am Start, auch der Klassiker Schneewittchen. Später wurden Märchen CDs allerdings abgelöst von solchen Dingen wie Benjamin Blümchen (das Töröööööhhh erträgt man max ein halbes Jahr, danach möchte man alle CDs verstecken), Bibi Blocksberg (Hex Hex ist da schon ohrenverträglicher) und Conny (es gibt eine Conny CD da schreit Conny ständig nach ihrer Mama, da bekomme ich schon Anfälle wenn ich es höre, weil sie genau so ruft, wie meine Kinder rufen wenn sie was von mir wollen, was zwar nicht lebenswichtig ist, aber so lange gefordert wird bis sie es haben)


Jolina mag es gar nicht wenn man ihr vorliest, schade. Auch für Hörspiele hat sie nicht all zu große Ausdauer, aber für DVDs *stöhn*
Und so mag Jolina Märchen auch, aber eher auf die Augen, als auf die Ohren.
Das ist aber nicht verwunderlich, denn Menschen mit Down Syndrom lernen auch eher durch visuelle Reize, als durch auditive. Deshalb lernen Kinder mit Down Syndrom oft auch erst durch Gebärden unterstützte Kommunikation (GUK) sprechen. Das war bei Jolina nicht anders.



Eine der liebsten Märchen DVDs von Jolina ist Schneewittchen, aber nicht diese Hei Ho Hei Ho Disney Verfilmung sondern ein Zeichentrickfilm, der noch näher am Original dran ist, aber auch in sehr gekürzter Variante.



Jolina fürchtet sich übrigens nicht vor den bösen Märchenfiguren, sondern vor Tom und Jerry. Oder besser sie liebt Tom und Jerry, lacht sich darüber kaputt, aber es ist einfach so brutal und da sind Märchen ein Klacks dagegen.
Wenn Jolina mal mit einem Albtraum aufwacht, kann sie es ja nicht so gut in Worte fassen wie andere Kinder, doch ganz oft kommt dann "Katze" und auf nachfragen hat sie von Tom und Jerry geträumt und scheinbar war da was Schlimmes.


Deshalb hat sie Schneewittchen auf dem Kleid und nicht Tom und Jerry.
Allerdings hat sie unter anderem Schneewittchen auf dem Kleid, weil ich noch genug von dem Stoff da hatte und ich mir nicht sicher war, ob Jolina eine Delilah von Mariele überhaupt steht.


Da habe ich mich aber gewaltig geirrt, entgegen meiner Vermutung schmeichelt Delilah ihrer Figur sogar und dieses Schneewittchenkleid wird wohl nicht das letzte dieser Art für Jolina sein.


Was Jolina allerdings gar nicht macht und was andere Mädchen lieben ist den Rock fliegen lassen, denn das Kleid ist ein typisches "Drehkleid"
Sie kann einfach den Körper nicht so gut beherrschen um sich schnell zu drehen, aber vielleicht kommt das demnächst auch noch, denn am Donnerstag ist sie in Mainz mit Anlauf auf jeden Kanaldeckel gehüpft den sie finden konnte und das ist auch neu und wunderbar für uns.




Wenn mein Plan nicht aufgeht.... wäre ja nicht das erste Mal, dann könnte ich mir dieses kleid auch als Einschulungskleid vorstellen. Puh, der große Tag kommt immer näher und hinter vorgehaltener Hand muss ich Euch sagen, sie ist auch so ein typisches Vorschulkind, das denkt es könne alles alleine. Es nervt zwar, aber macht auch ungeheuer froh.




Natürlich weiß mein Minimodel auch was Starallüren sind und plötzlich ist dann ein Fotoshooting beendet oder unterbrochen, obwohl die Fotografin noch gar nicht das ultimative märchenhafte Bild im Kasten hat und es muss eben gerade jetzt sein, weil es mal nicht regnet und das Kind auch greifbar ist.



Immerhin konnte ich Euch dann beim still stehenden bockigen Kind noch ein genaues Bild vom Ärmel machen, den ich falsch rum genäht habe. Denn ich habe beim nähen kurz mal angefangen zu denken. Wenn man, jedenfalls ich, aber anfängt zu überlegen, wie das jetzt mit dem Motiv ist und rechts auf rechts, oder links auf rechts, oder oben und unten, dann denke ich meistens Blödsinn. Kennt ihr das, oder bin ich da alleine?
Jedenfalls gehört das Bündchen unter den Ärmel und nicht darüber, ich fand es aber so besonders, das ich es einfach so gelassen hab.
Wenn ihr also solche Ärmel haben wollt, macht es einfach anders als vorgesehen.




E-Book: Delilah von Mariele (bis zum 19. noch zum Einführungspreis)
Stoff: von Lillestoff
genähte Größe: 110  (Jolina ist auch gerade 1.10 groß)
Schuhe: MiMiNo
Model: Jolina
Fotos: ©JoLou