Samstag, 20. August 2016

Rezension: "Ich knittere nicht, ich lache nur"

Ein Oma-Else-Roman von Thomas Letocha, erschienen am 20.6.2016 bei Goldmann.

Wie man leicht erraten kann gibt es also noch weitere Oma-Else-Romane, die ich allerdings nicht kannte und die man nicht unbedingt gelesen haben muss um sich in diesem Buch zurecht zu finden.

Mich hat sofort der Titel angesprochen, ich knittere ja auch still und leise vor mich hin und dieser lockere Sprachstil den der Titel verspricht hält der Inhalt auch.

Oma Else ist 82 und erzählt uns in der Ich-Form, lustig, locker von ihren "Abenteuern". Ich liebe den Stil in dem das Buch geschrieben ist, aber jetzt mal Butter bei die Fische, man merkt auch, dass das eine weit aus jüngere Person geschrieben hat, in dem Fall ein Mann Mitte 50 (wenn ich richtig recherchiert habe). Trotzdem muss man sie einfach lieb haben, diese leicht chaotische Oma Else und ich befürchte ich werde auch mal so ne verrückte Alte, nun ja, nur körperlich bin ich ja jetzt schon unfitter als diese ältere Dame, oh weh.

Das Buch liest sich locker, flockig und durch die sehr kurzen Kapitel kann man es schnell mal zur Seite legen, wenn im realen Leben mal wieder mal nach einem verlangt wird. Man taucht auch schnell wieder ein und ein bisschen wie Urlaub ist es auch, da Oma Else in einem Häuschen am Meer wohnt, aaahhhh, das will ich auch.

Natürlich geht das Buch gut aus, aber wie verrate ich nicht.

Ach ja, etwas hat mich doch gestört, Oma Else hat die Angewohnheit Menschen Spitznamen zu geben, das macht diese Person zwar viel bildlicher, doch bei der dritten Person im Buch die sie umbenennt ist es mir schon etwas zu überstrapaziert und es bleibt nicht bei drei. Hat was von einem Witz den das Kindergartenkind 10 mal erzählt und jedesmal soll man lachen, dabei war er beim ersten Mal schon üüüberhaupt nicht witzig.

"Ich knittere nicht, ich lache nur" ist ein Taschenbuch das man mal zwischendurch lesen kann, einfach nur zum lächeln und vom Alltag ablenken, es macht Spaß und mehr will der Autor auch sicher nicht.


Dies schreibt der Verlag:

"Was soll ich sagen? Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich noch mal diesen ganz besonderen Mann kennenlernen würde: Rudolf, 79 Jahre alt. Ich selbst bin fast 82, also um einiges älter als er. Aber was soll’s – ich bin mir sicher, dass Rudolf derjenige ist, mit dem ich gemeinsam in die Zukunft gehen will. Dabei hat es gar nicht nach einem Happy End ausgesehen. Denn plötzlich hatte sich Rudolf so seltsam verhalten. Und ich bekam Angst, dass eine andere Frau dahintersteckte. Und dann habe ich ihm hinterherspioniert. Was hätte ich denn sonst tun sollen? Ich konnte ja nicht wissen, dass ich damit in ein großes Abenteuer hineinstolpern würde ..."













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