Samstag, 6. August 2016

Rezension: Der Zauber meines viel zu kurzen Lebens

Das am 11.4.2016 im Diana Verlag erschienene Taschenbuch ist unter dem Originaltitel "Late Fragments. Everything I Want to Tell You (About this Magnificent Life)" 2015 erschienen.

Der englische Titel spiegelt viel mehr wieder was das Buch ist und was es will, der deutsche Titel ist genau das was die Autorin Kate Gross nicht will und bei mir hat er auch ganz andere Erwartungen an das Buch verursacht.



Das sagt der Verlag:
Kate Gross ist vierunddreißig, als es heißt: Darmkrebs, Überleben ausgeschlossen. Ein Schock für sie selbst, eine Tragödie für Freunde und Familie, besonders für ihre dreijährigen Zwillingssöhne. Wie lebt eine junge Frau weiter, in deren Inneren ein Zellhaufen außer Kontrolle geraten ist? In zehn Kapiteln hinterlässt Kate Gross ihren Liebsten die vielen Geschichten, die sie zu der machten, die sie ist. Mit dem scharfen Blick eines Menschen, dem nicht mehr viel Zeit bleibt, hält sie die Welt an und erzählt uns von der Schönheit des Lebens.

"Das Leben steckt voller Möglichkeiten, nicht voller Beschränkungen – Kate Gross hat immer so gelebt und zeigt uns, wie es geht." Tony Blair








Kate Gross wollte keinen Bestseller schreiben, sie wollte ihren Söhnen etwas von sich hinterlassen und ihre Gedanken am Ende des Lebens teilt sie nun mit uns.
Sie erzählt von ihrer Kindheit, der Liebe zu ihrem Mann und ihren Söhnen.
Sie schreibt was sie sich wünscht, wie man mit ihr als Sterbender umgehen soll und sie hat wundervolle Ansichten zum Leben und der Beziehung zwischen Eltern und Kindern.
Nein, Kate Gross und ich wären sicher keine Freundinnen gewesen wären wir uns begegnet, doch man muss ja nicht mit jedem gleich Pferde stehlen wollen, oder?
Sie hat im Angesicht des Todes (was ein Ausdruck) erkannt was wichtig im Leben ist, und dass man das tun sollte etwas man liebt und seine Berufung ist und nicht das was den größten Erfolg bringt und den größten Ruhm.
Kate Gross ist nicht gläubig, sie macht sich keine Illusionen über das Paradies, oder späterv treffen wir uns wieder. Sie schreibt auch, dass sie es leichter findet selbst zu sterben, als zum Beispiel eines ihrer Kinder zu verlieren und trauernd zurück zu bleiben.
Sie steht sich Egoismus zu und möchte keine Heilige sein und das letzte was sie möchte ist so ein weiteres typisches Krebsbuch zu schreiben.

Keine leichte Kost, denn Kate Gross ist an Weihnachten 2014 gestorben und es gibt kein Happy End, keine Wunderheilung, doch auch kein Buch zum weinen (okay, das Nachwort der Mutter von Kate ist schon etwas zum schwer schlucken)
Zum Bestseller wie in England wird es in Deutschland nicht reichen, schon alleine durch die vielen Zitate aus Büchern die uns Deutschen doch weniger sagen und wir etwas weiter von ihrem Leben weg sind, doch durchaus lesenswert.


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